Wir treiben wieder Säue durchs Dorf

WDR:  Meine Oma ist ´ne alte Umwelt-Sau:

Deine Oma ist eine Umwelt-Sau – oder noch besser,
eine NAZI-Sau“ behauptet Danny Hollek.

Das Internet steht Kopf.

Der WDR wird scharf angegriffen, denn
auf seinem Sender wird dem freien Mitarbeiter
für diese Aussage eine Plattform geboten.
Der WDR Kinderchor darf Omas in dieser Form
beleidigen und Tom Buhrow entschuldigt sich,
nicht etwa dafür, dass es dazu gekommen ist,
sondern weil sich die Öffentlichkeit darüber
aufgeregt hat.

Nun habe ich durchaus eine gewisse Nachsicht mit dem 24-jährigen Hollek.
Denke ich als Mutter von drei Söhnen zurück an etliche Diskussionen über Gott
und die Welt und die Ansichten, als sie 24 waren, dann bin ich enspannt.

Ich denke dann auch gern an meine eigenen Diskussionen mit meinen Eltern zurück.
Das war die „Trau-keinem-über-30Periode“.

Ich wünsche dem jungen Hollek auch nicht, dass mit dieser Entgleisung
das Ende seiner Karriere besiegelt ist.

Junger Mann:  Ich bin eine Oma der Nachkriegszeit,
setze mich dafür ein, dass meinen Enkeln ein bewohnbarer Planet erhalten bleibt
und beanstande, dass Kinder instrumentalisiert werden.
Das ist weder lustig noch satirisch, sondern menschenverachtend.
Aufwachen, junger Mann, denn eines steht fest:
Mit jedem weiteren Tag steuerst du unvermeidbar auf jene Zeit zu,
die dich womöglich zum Opa macht, und damit direkt in die Schusslinie der Jugend.

Was ich nicht bereit bin, zu akzeptieren, ist, dass Buhrow nicht die Verantwortung übernehmen will.  – Das wird uns sicher ins nächste Jahr begleiten.

Einen Menschen oder eine Menschen-Gruppe als Sau zu betiteln
ist grundsätzlich eine Beleidigung. – Das jedoch ist ein Antragsdelikt.
Wer sich beleidigt fühlt, muss nachweisen, dass er persönlich gemeint war.
Daran scheitert in diesem Fall eine Strafverfolgung.

Das Internet richtet es derweilen, denn nun werden der WDR und Hollek
als Säue durchs Dorf getrieben.

Wie wollen wir miteinander umgehen ?


Gerade in unserer Zeit ist Vertrauen unverzichtbar.
Wo bleibt der Aufschrei der Eltern, die ihre Kinder in diesen Chor gehen lassen?
Ist das, was hier geschehen ist, nicht auch eine Form von Kindesmissbrauch?

Ricarda

 

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Die ganze Aktion ist nicht nur menschenverachtend,
sondern vor allem  respektlos.

Die Jugend will respektiert werden, aber
um respektiert zu werden, muss man den ANDEREN* respektieren;

  • egal welche Nationalität er besitzt,
  • egal welche Hautfarbe er hat,
  • egal welchem Glauben er angehört,
  • egal welche Kultur er pflegt,
  • egal welche politische Gedanken er verfolgt,
  • egal welche Ansichten oder Meinung er vertritt.

Akzeptanz & Toleranz  sind die wichtigsten Elemente
wenn wir SELBST respektiert werden wollen.

Eine Ausnahme gibt es jedoch, die nicht in Ordnung ist:
Einen ANDEREN bewusst zu schädigen,
zu verletzten oder gar zu töten,
sei es körperlich oder seelisch.

Hier gilt es couragiert und diplomatisch einzugreifen;
also eingreifen, ohne zu beleidigen oder schädigen.

Denke immer daran:
Wenn Du mit dem Finger auf einen Menschen zeigst,
zeigen drei Finger auf Dich.

Karl-Peter

Hinweis:     ANDEREN* = ER, Sie oder ES oder …

.
.
.
:

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5 Antworten zu Wir treiben wieder Säue durchs Dorf

  1. Michael Welsch sagt:

    Liebe Frau Rolf ,ich habe genau die selbe Meinung wie sie. Was sich der WDR da erlaubt hat,mit uns Rentnern,die Deutschland wieder aufgebaut haben,ist ein Skandal! Eine Oma eine Umweltsau und Nazisau zu nennen,ist einfach nur wiederlich und skandalös!

    • Ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit unserer Geschichte. Das begann für mich bei Luther als der Reformationstag zum Feiertag gemacht wurde. Luthers Antisemitismus war einer der Gründe, aber auch die Frage, wie das Vakuum für die Machtübernahme Hitlers entstehen konnte. Man kommt da zu ganz überraschenden Einsichten, die mit allem, was uns in der Schule eingetrichtert wurde, so gar nichts zu tun haben. Ich schaue dazu auch viele Dokumentationen, Spielfilme und Reportagen. Nun kann ich nicht immer mehr genau sagen, was ich wann wo gesehen habe. Bei einer Reportage jedenfalls wurde die Judensau gezeigt, die nicht abgerissen worden war, um späteren Generationen zu zeigen, was damals passiert ist. Jüngere Menschen ziehen diese Gedankenverbindung vielleicht nicht.

      Ich würde es aber auch genauso ablehnen unsere Jugend als Jugendsau zu betiteln oder homosexuelle Säue zu nennen.

      Wenn Kinder, Lehrer, Medienverantwortliche und linke Politiker diesen Umgang nicht beanstanden, dann müssen wir uns doch fragen, was mit unserem Schulsystem nicht stimmt. Schaut man sich heute Soaps an oder Serien, dann scheint das der dort normale Umgangston zu sein. Es wird gebrüllt, beleidigt, geprügelt, gemordet. Wir müssen uns nicht wundern, wenn Kinder das für normal halten.

      In meinem Umfeld toleriere ich Menschen mit solchen Umgangsformen nicht. Das gilt übrigens auch für meine Blogs und Social Media.

    • Karl-Peter sagt:

      Denke daran:

      Hier wird auch die EIGENE Oma als „Umwelt-Sau“ beschimpft.

      Für mich war meine Oma ein „Heiligtum“.
      Sie hat sich ständig für die Familie eingesetzt,
      ohne auch mal an sich SELBST zu denken.
      Ich habe sie als Kind nie faulenzen gesehen.
      Sie war immer in Bewegung, ohne Waschmaschine
      oder andere technische Geräte, die sie bei ihren Tätigkeiten
      für die Familie einsetzen konnte.
      Sie hat uns getröstet, gestärkt und uns Kinder
      bestmöglich auf das Leben vorbereitet.

      Die gesamte Aktion hatte nichts mit Satire zu tun.
      Der Gedanke war nur menschenverachtend, respektlos
      und hat unsere OMAs degradiert.
      Genauso sollte keine Mutter oder Vater u.s.w. degradiert werden.
      Zur Satire gehört auch eine gewisse Ethik und damit sollten wir
      behutsam umgehen.
      Euer Karl-Peter

      • Karl-Peter sagt:

        Hinweis II:
        So wie wir mit ANDEREN umgehen,
        so gehen wir auch mit uns SELBST um.

        So wie wir von anderen DENKEN,
        so denken wir „unbewusst“ auch über uns.

        JEDER negative Gedanke ist somit
        ein kriegerischer Angriff gegen uns SELBST.

        Viele 1000 Menschen haben bereits diese Erfahrung
        mit sich SELBST gemacht.
        Ein Thema, das zu meiner Arbeit als Radikator
        eingeflochten ist.
        Karl-Peter – Der Radikator

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