DEUTSCH lernen – vor der Einschulung

Carsten Linnemann hat diese Problematik angestoßen.
Schaut man sich heute die Sprachkenntnisse bei Schulabgängern mit Migrationshintergrund an, ist diese Forderung mehr als gerechtfertigt.

Satirisch auf die Schippe genommen hat das:

Solche Beiträge mögen völlig überzogen sein,
finden ihren Ursprung aber tatsächlich im täglichen Leben.
Selbst Menschen, die Jahrzehnte bei uns leben,
können mit dem Genitiv nichts anfangen.
So verfällt unsere schöne Sprache immer mehr.

Jemand, der sich trauen darf, zu sagen, was er denkt, ist Henryk M. Broder.
Als Pole und Jude gerät er nicht in den Verdacht, ein NAZI zu sein.
Ich höre ihm immer wieder gern zu.

Und wie sieht es in der Praxis aus ?

Spiegel schreibt dazu:

Die Bundesländer handhaben das Thema Sprachtests
und Deutsch-Förderung bisher unterschiedlich.

Hamburg geht dabei besonders weit:
Dort werden alle rund viereinhalb-jährigen KiTa-Kinder
vor der Einschulung untersucht und ihr Deutsch-Niveau ermittelt.
Wenn das nicht ausreicht, müssen sie die Vorschulklasse in einer Schule besuchen,
in der sie besonders gefördert werden.

In Hessen gibt es Vorlauf-Kurse.

Grundschulen bieten Vorlauf-Kurse als Hilfe für alle Kinder an,
die bei der Anmeldung zur Einschulung über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfügen.
Grundschulen und Kindertagesstätten arbeiten dabei eng zusammen.

Die Kurse:

      • sind freiwillig,helfen, dass alle Kinder mit hinreichenden Deutschkenntnissen
        in der Grundschule starten können,
      • finden in Grundschulen und/oder Kindertagesstätten statt,
      • beginnen zwölf Monate – also ein Schuljahr – vor der Einschulung.

Im Interesse der Chancengleichheit wäre es sicher sinnvoll
eine verbindliche Regelung für alle Bundesländer zu finden.

Es wäre aber auch notwendig, jene zu fördern,
die keinen Migrationshintergrund haben
und sich beim heutigen Bildungsangebot
an die Schwächsten anpassen müssen.
Das scheint mir der wahre Grund dafür zu sein,
dass jene, die wert auf gute Bildung ihrer Kinder legen
(und es sich leisten können) ihre Kinder auf Privatschulen schicken.

Eine Schule, die sich deutsch zum Kernfach gewählt hat,
ist das Goethe-Gymnasium.

Dort heißt es:

Ziele

Das Fach „DEUTSCH“  ist ein Kernfach, das alle Schülerinnen und Schüler
durchgehend von der fünften bis zur zwölften Klasse belegen.

Der Deutschunterricht ermöglicht durch die intensive Beschäftigung
mit Sprache und Literatur kommunikative Kompetenz sowie
kulturelle und ästhetische Bildung.

Er zielt auf die Förderung von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen.
Er verhilft den Schülern dazu, mit Informationen umzugehen,
Phantasie auszubilden und Probleme kreativ zu lösen.
Damit schafft der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen
für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen.

Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache
und der Auseinandersetzung mit Fragen von Individuum, Gesellschaft
und Welt in literarischen und nicht-literarischen Texten
bestimmt das Fach „DEUTSCH“  die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit,
fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und
integrative Funktionen.

Das war mal Standard.
.                                    Ricarda

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