Bereiten Medien Scholz-Abgang vor?

Die Bild zitiere ich ja eher selten. Mit diesem Artikel jedoch wird deutlich, dass man dort der Meinung ist, Scholz Tage seien gezählt. Unüberhörbar auch die Schadenfreude darüber, dass der Versuch Schulz abzulösen gescheitert ist.

Bild schreibt:

Bei Bürgermeister Olaf Scholz (59, SPD) klappt gerade gar nichts. In der Berliner Bundes-SPD ist der Partei-Vorsitz in weiter Ferne – trotz eines umfangreichen wiewohl recht banalen Grundsatzpapiers
(„Man darf nur versprechen, was man auch halten kann“).

weiter:

Und hier in  Hamburg fangen die Genossen auch an zu murren,
weil Scholz zunehmend Symptome akuter Beratungsresistenz aufweist.

Ungewohnt deutliche Worte.

Witzig dagegen finde ich, dass Schulz sich verhält, wie ein asiatischer Kämpfer.
Er nimmt die Energie von Scholz und verwandelt sie.
Die FAZ schreibt:

Bei der Aufarbeitung des SPD-Debakels bei der Bundestagswahl hat Parteichef
Martin Schulz demonstrativ den Schulterschluss mit seinem Stellvertreter Olaf Scholz geübt. Es gebe viel Übereinstimmung zwischen dem, was Hamburgs Bürgermeister vorschlage, und dem, was er selbst am 6. November im Leitantrag für den Parteitag im Dezember vorlegen wolle, sagte Schulz am Samstag in Hamburg vor der ersten von acht SPD-Regional-Konferenzen mit Mitgliedern. „Entgegen der landläufigen Auffassung gibt es zwischen Olaf Scholz und mir inhaltlich eigentlich mehr Übereinstimmungen als Differenzen.“

Damit wirkt der Versuch von Scholz zur Macht zu greifen lächerlich.
Schulz weist ihm seinen Platz in der zweiten Reihe zu.
Das hätte ich Martin Schulz  gar nicht zugetraut.

Die Zeit schließlich zeigt auf, dass sich die nachfolgende Generation in Stellung bringt, und die Westfälische kommt zu dem Schluss:

Weil er das aber mit einem völlig überraschenden Papier tat,
konnte sein Vorstoß als Generalangriff auf Parteichef Martin Schulz verstanden werden.
Das wurde es auch von vielen.

Hamburger mögen solche Intrigen übrigens nicht.
Das wird sich wohl auch zeigen.

Der Tagesspiegel analysiert die Vorkommnisse und zitiert Scholz mit:

„Wer bei mir Führung bestellt, bekommt sie auch.“

Nein einen Führer brauchen wir nicht !
Der einzige, der das nicht verstanden hat ist Scholz.
Er wird es aber sicher demnächst realisieren.

Ricarda
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