Gigantomanie geht weiter

Es scheint wohl schon immer der Wunsch von Menschen gewesen zu sein, an die Wolken zu kratzen.  – Mir hat es da oben in dem wackeligen Korb nicht so gut gefallen.

Unseren Politikern dagegen scheint es gar nicht hoch genug zu gehen.
Nichtsahnend schmökere ich durchs Internet und lese heute morgen:

Aufbruchstimmung in Wandsbek

Was denn nun schon wieder, dachte ich mir und las im Focus:

Doch in Hamburgwird der größte Bezirk gerne belächelt.
Unter Altonaern oder Eimsbüttlern gilt er als öde und langweilig.
Dabei hat Wandsbek viel Potenzial – das langsam zum Leben erweckt wird.

und:

Wandsbek hat den beiden die Tore geöffnet – und wird das künftig
mit zwei 60-Meter-Zwillingstürmen für alle Besucher tun,
die aus der City kommen.

Das „Wandsbeker Tor“ gilt als eines der wichtigsten Bauprojekte des Bezirks.
Je 17 Geschosse sollen die Klinkerbauten in die Höhe ragen, künftig Büros,
Wohnungen, Geschäfte und ein Hotel beherbergen.
Architekt Bernhard Winking sagte einst zur MOPO, dass bereits Ende 2019
der Baustart möglich ist.   –   2022 könnte das Leuchtturmprojekt fertig sein.
Und Wandsbek hätte ein neues Highlight. Täte gut.

Zwillingstürme in Wandsbek ?

Na das fehlte ja gerade noch.
Und wo sollen die gebaut werden ?
GOOGLE ist mein Freund !
Nun schaut euch das mal an:

Foto: Winking / hfr erschienen in MOPO

Wandsbeker Tor

So ist es geplant.  – Das soll die Wandsbeker Chaussee sein
mit blick von der Stadt auf die Kirche Wandsbek Markt.
Irgendwo rechts wäre der S-Bahneingang.

Die MOPO schreibt dazu:

Wandsbeker Tor:  Zwei mindestens 14 Stockwerke hohe Türme
an der Wandsbeker Chaussee sollen Wandsbeks Wahrzeichen werden.
Nach Jahren des Stillstands kommt Fahrt in das Projekt.
Der Investor und Bauherr „Hanseatische Baukonzept GmbH“ (HBK)
erwägt sieben Sockelgeschosse mit Gewerbe, ab dem achten Obergeschoss
Wohnungen bzw. Apartments.
Monika Litschke:  „Insbesondere in einem Turm planen wir Wohnungen.“
In den anderen könnte ein Hotel einziehen. Läuft alles glatt, könnten
die Türme schon im Jahr 2017 stehen.
Thomas Ritzenhoff:    „Das Wandsbeker Tor soll der Abschluss einer umfassenden
baulichen Entwicklung im Quartier sein.“
Quelle: https://www.MoPo.de/663454 ©2018

Ich hätte ja nichts dagegen, dort neu zu bauen, wenn sich die Gebäude
dem Straßenbild anpassen würden; insbesondere, was die Höhe betrifft.
Aber brauchen wir in Wandsbek Zwillingstürme ?

Noch scheinen viele Wandsbeker von den Plänen nichts zu wissen.
Ich habe heute alle gefragt, die ich getroffen habe:

„Wandsbeker Tor ?   –  Zwillingstürme ?  –   Nie gehört !

Nun werde ich wohl die Bezirksversammlung aufsuchen und mich genauer
über das Projekt informieren.
Wenn tatsächlich 2019 mit dem Bau begonnen werden soll, müssten die alten Gebäude dort abgerissen werden.  Besonders schön sind die derzeit nicht, vom W 1 mal abgesehen. Schaut auch die Ecke mal an !    Hier

Links ist jetzt Bäckerei Allwörden (da weiß man noch nichts davon),
rechts ist die targo Bank.
Betroffen zu sein, scheint der gesamte Bereich bis zur S-Bahn beidseitig.

Ob sich gegen den Gigantomanie-Bau wohl eine Bürgerinitiative gründen wird?
Sollte mich jedenfalls nicht wundern.

Das Abendblatt schreibt dazu:

Die HBK hat alle Privatgrundstücke an der Ecke Wandsbeker Chaussee/Hammer Straße zusammen gekauft und ist sich mit Politik und Verwaltung über die groben Züge der Bebauung einig.
Auch auf der gegenüber liegenden Seite (Wandsbeker Straße/Ecke Brauhausstraße)
sei man mit fast allen Privateigentümern handelseinig, sagt HBK-Geschäftsführer
Dietrich von Stemm. Das Investitionsvolumen dafür liege bei über 100 Millionen Euro.

Auch der NDR erwähnt das vorhaben und schreibt:

Über die beiden seit 20 Jahren geplanten Hochhäuser
links und rechts von der Wandsbeker Chaussee,
dem sogenannten Wandsbeker Tor,
schweigt Ritzenhoff bisher.

.                                                    Ricarda

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